Palliativpflege aktuell & kompakt

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Finanzielle Absicherung durch eine Demenzversicherung

Verfasst von palliativpflege am 8. Februar 2010

Die Bundesbürger werden immer älter und damit steigt auch das allgemeine Risiko einer Demenz-Erkrankung. Neben der körperlichen und seelischen Belastung bringt der Betreuungsaufwand auch schwere finanzielle Einschnitte für die Betroffenen und ihre Angehörigen mit sich. Die finanziellen Folgen einer Demenz-Erkrankung sind durch die gesetzliche Pflegeversicherung kaum abgesichert. Um diese Lücke zu füllen, bieten die KarstadtQuelle Versicherungen ab sofort als erster deutscher Versicherer den solitären Zusatztarif “DEMENZ-GELD” an. Ab einer Demenz mittleren Grades erhält der Versicherte monatlich bis zu 600 Euro. Das Geld ist zur freien Verfügung und kann etwa zur Finanzierung zeitweiser Tagesbetreuung verwendet werden – ohne Kostennachweis oder Wartezeit.

Die Zahlung ist unabhängig von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und vom Bestehen körperlicher Pflegebedürftigkeit. Lediglich in den ersten fünf Jahren bestehen gestaffelte Leistungseinschränkungen von 10 bis 50 Prozent (Ausnahme: Demenz als Folge eines Unfalls). Ab dem sechsten Versicherungsjahr gibt es sofort 100 Prozent Leistung. Darüber hinaus bieten die KarstadtQuelle Versicherungen bei dem “DEMENZ-GELD” auch größtmögliche Flexibilität.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Neue Internetpräsenz der Charta zur Betreuung Sterbender

Verfasst von palliativpflege am 29. Januar 2010

Bis zum Sommer 2010 wird eine Charta verabschiedet, in welcher der Ist-Zustand in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen dargestellt wird – verbunden mit Handlungsoptionen und einer Selbstverpflichtung für die Zukunft. Träger sind die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Bundesärztekammer (BÄK).

Rund 200 Expertinnen und Experten beteiligen sich in fünf Arbeitsgruppen und am Runden Tisch an diesem nationalen Projekt – eingebettet in die internationale Initiative „Budapest Commitments“.

Unterstützt wird der Charta-Prozess durch die Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung bzw. Robert Bosch Stiftung sowie die Deutsche Krebshilfe.

Hier finden Sie die neue Internetpräsenz der Charta zur Betreuung Sterbender.

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Deutschlandweit erste sozialwissenschaftliche Forschung zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung bei Schwerstkranken und Sterbenden an der Universität Augsburg

Verfasst von palliativpflege am 27. Januar 2010

Die 2007 vom Gesetzgeber eingeführte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in der Betreuung Sterbender soll – in Ergänzung zu den jeweils regional vorhandenen Versorgungsangeboten – Sterbenden mit ausgeprägter Symptomatik, so weit wie realisierbar, ein Sterben zuhause ermöglichen. Ein mit diesem Jahr gestartetes Forschungsprojekt, unter Leitung des Soziologen Prof. Dr. Werner Schneider und durchgeführt in enger Kooperation mit bayerischen Klinikern und Hospizmitarbeitern, untersucht diese neue Versorgungsform und soll dadurch die Voraussetzungen für eine zielgerichtete Weiterentwicklung und Sicherung von SAPV-Qualitätsstandards schaffen.

Komplexe Problemvielfalt

Erste Praxis-Erfahrungen zeigen, wie schwierig es im Blick auf den jeweiligen Einzelfall ist, die Wirksamkeit von SAPV-Leistungen für die Patienten deutlich zu machen und zu bewerten. Jede einzelne Betreuung weist eine komplexe Vielfalt von Problemen auf, die noch dadurch erhöht wird, dass SAPV gerade dann zum Einsatz kommt, wenn sich der Gesamtzustand des Patienten durch das rasche Fortschreiten der Erkrankung verschlechtert bzw. akute Krisensituationen eintreten.

Erhalt von Selbstbestimmung und Lebensqualität

“Gerade in solchen Krisensituationen erlangt die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen, Selbstbestimmung und Lebensqualität schwerstkranker Menschen zu erhalten und damit einem zentralen Ziel von SAPV gerecht zu werden, eine ganz entscheidende Bedeutung”, so Schneider. “Wir wollen deshalb mittels intensiver Erhebungen und Forschungen vor Ort die Wirksamkeit und die Qualität von SAPV-Maßnahmen systematisch erfassen und Möglichkeiten zur Bewertung solcher Maßnahmen ausloten. Die Ergebnisse, zu denen wir kommen werden, sollen direkt in die Praxis der Palliativarbeit eingehen und damit eine zielgerichtete Weiterentwicklung und Sicherung von Qualitätsstandards ermöglichen.”

Finanziert wird das Projekt zur ambulanten Betreuung Sterbender in Bayern von der Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung und vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. An der Projektarbeit direkt beteiligt sind das Interdisziplinäre Zentrum für palliative Versorgung am Klinikum Augsburg, der SAPV-Dienst Palliamo Regensburg sowie der Christophorus Hospiz Verein München.

In den Jahren 2006 bis 2008 hat Schneider bereits ein von der Deutschen Krebshilfe e. V. finanziertes und in Kooperation mit dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV) organisiertes Projekt zur Praxis der Sterbebegleitung in der ambulanten Hospiz- und Palliativarbeit geleitet.
Hier finden Sie weitere Informationen.

Quelle: Meldung von Klaus P. Prem, Presse – Öffentlichkeitsarbeit – Information, Universität Augsburg, vom 18.01.2010.

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„Palliative Care” statt „Palliativmedizin”

Verfasst von palliativpflege am 26. Januar 2010

Würden Sie im Deutschen die Palliativmedizin als Übertragung des englischen Begriffes Palliative Care verwenden? So sieht es seit Jahren die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin in ihrer Definition (www.dgpalliativmedizin.de). Sie beinhalte gleichwertig die pflegerischen, ärztlichen und psychosozialen Kompetenzen. Im engeren Sinne könnte auch in Palliativmedizin (englisch palliative medicine) der unverzichtbare, spezialisierte ärztliche Beitrag verstanden werden. In der Definition der Weltgesundheitsorganisation wird aber von Palliative Care und nicht von Palliative Medicine gesprochen. Dabei ist Palliative Care nicht das Monopol einer Berufsgruppe. Ohne Zweifel ist der ärztliche Beitrag „unverzichtbar“, aber das ist auch die Pflege, Sozialarbeit, Psychologie und Theologie. Vielleicht fragen Sie sich auch, warum nicht auf eine falsche Übersetzung verzichtet worden ist. Die Vermutung liegt nahe, dass das wohl mehr ideologische Gründe hat. Hier wird die Versorgungsphilosophie von Palliative Care im Sinne der Gleichheit und Ergänzungsbedürftigkeit der Berufsgruppen zugunsten der Medizin als Leitdisziplin oder der Ärzte als Leitprofession aufgelöst. Kein Wunder also, dass es (weiterhin) 2 Verbände gibt: Den Deutschen Hospiz- und Palliativverband, der aus der bürgerlichen Hospizbewegung entstanden ist, und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Ich frage mich, wann diese trennenden Mauern endlich eingerissen werden. Dabei gäbe es in den Inhalten mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes.

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Noch in diesem Jahr gibt es eine Charta für die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen

Verfasst von palliativpflege am 26. Januar 2010

Im Verlauf der kommenden Monate wird ein wesentliches und spannendes Projekt abgeschlossen, das in Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen Hospiz- und Palliativvereins und der Bundesärztekammer 2008 auf den Weg gebracht worden ist. Bis zum Sommer 2010 soll eine Charta für schwerstkranke und sterbende Menschen verabschiedet werden. In dieser Charta wird die Ist-Situation schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland beschrieben und daraus folgend Ziele definiert sowie Realisierungspläne aufgestellt. Der Zeitplan für die restliche Laufzeit dieses ehrgeizigen Projekts unter Beteiligung von 150 Expertinnen und Experten in 5 eigens gebildeten Arbeitsgruppen wurde beim dritten Runden Tisch am 3. November 2009 in Berlin festgelegt. Dort kam ein Großteil der 50 beteiligten gesellschaftlich und gesundheitspolitisch relevanten Institutionen zusammen, um sich über das abschließende Verfahren Gedanken zu machen. Die Herausforderung des Projekts besteht nicht nur darin, einen Weg zu finden, den Ist-Zustand in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen darzustellen, sondern daraus auch Handlungsmöglichkeiten und eine Selbstverpflichtung für die Zukunft abzuleiten. In guter und intensiver Arbeitsatmosphäre wurden in Berlin die weiteren Schritte vereinbart. Die Eckpfeiler bilden der vierte Runde Tisch am 24.3.2010, der fünfte Runde Tisch am 1.6.2010 und die Präsentation der Charta-Ergebnisse am 8.9.2010 auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Dresden.

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Neuer Studiengang „Pflege dual” in München mit dem Schwerpunkt „Palliativpflege”

Verfasst von palliativpflege am 24. Januar 2010

Die Katholische Stiftungsfachhochschule München (KSFH) hat am 20. Januar 2010 die Einführung einer neuen Stiftungsprofessur „Gerontologische Pflege“ gefeiert. Dazu wurde der Studiengang „Pflege dual“ eingeweiht. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, Prälat Karl-Heinz Zerrle, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung „Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern“ und Dr. Harald Mosler, Stiftungsvorstand der Josef und Luise Kraft-Stiftung betonten die Fortschritte, die durch eine anspruchsvolle Form der Ausbildung in der Pflege für die Menschenwürde ermöglicht würden. Die Studienschwerpunkte „Gerontologische Pflege“, „Palliativpflege“ und die „Begleitung Sterbender“ werden dabei besonders in den Vordergrund gestellt.

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Studie: Wieviel Tod verträgt ein Team auf Palliativstationen ?

Verfasst von palliativpflege am 21. Januar 2010

Der Tod ist auf Palliativstationen immer gegenwärtig – eine große Belastung für die Mitarbeiter. Was sie auffängt und was besonders stresst, haben Forscher aus Bonn und Göttingen in einer bundesweiten Befragung untersucht, die in “Der Schmerz” veröffentlicht ist, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS; www.dgss.org).

Ergebnis: Besonders belastend sind ein nicht erfüllter Anspruch der Palliativmedizin und die Beziehung zum Patienten. Nähe, Ähnlichkeiten mit der eigenen Lebenssituation und ein junges Alter des Patienten machen Mitarbeitern auf Palliativstationen besonders zu schaffen. Was hilft, ist allem voran das Team, gefolgt von Humor und dem Privatleben. Die Spezialisten um Birgit Jaspers (Universität Göttingen/Bonn) empfehlen daher, die Teamkommunikation zu stärken und die eigenen Ansprüche zu hinterfragen, um sie auf ein realistisches Maß zu bringen.

Todesfälle in kurzer Folge sind besonders belastend
973 Personen von 158 deutschen Palliativstationen beantworteten den Fragebogen der Forscher. Fast 80 Prozent der Befragten waren Frauen, die durchschnittliche Arbeitsdauer auf der Station lag bei sechs Jahren. Besonders diejenigen, die schon lange dabei waren, litten unter nicht erfüllten Ansprüchen an die eigene Arbeit. Je ein Fünftel beklagten mangelnde psychosoziale Betreuung, mangelnde medizinische Betreuung und mangelndes Zeit- und Personalmanagement. Eine große Nähe zum Patienten fand fast ein Viertel der Befragten belastend (24 Prozent). Sind Patienten jung, haben junge Kinder oder ähneln sie dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin, steigert das ebenfalls die Belastung. Schnell aufeinander folgende Todesfälle werden als anstrengender empfunden als gleichmäßig mit Abständen erfolgende, auch wenn die Gesamtzahl in einer Zeitspanne gleich ist.

Austausch ist wichtig
Häufiges Stresssymptom nach Todesfällen ist Überredseligkeit, gefolgt von Reizbarkeit, Rückzug und Spannung im Team. Besonders gut mit dem Tod umgehen können Teams, deren Mitglieder sich austauschen. In Teams, die bei Belastung kaum miteinander kommunizieren, sehen die Mitglieder die Zukunft eher düster und können sich nicht vorstellen, die Arbeit auf der Palliativstation noch lange fortzusetzen. Auch ist in solchen Teams die kritische Anzahl von Todesfällen pro Woche niedriger als im Durchschnitt. Durchschnittlich geben die Mitarbeiter an, dass ihr Team rund vier bis fünf Todesfälle in einer Woche verkraften könne.

Der Artikel wurde veröffentlicht in:
M. Müller, D. Pfister, S. Markett, B. Jaspers: Wie viel Tod verträgt das Team? Eine bundesweite Befragung der Palliativstationen in Deutschland. In: Der Schmerz 2009, Jahrgang 23, Heft 6, S. 600-608
www.derschmerz.de

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de)

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Zitat: Christian Kolb

Verfasst von palliativpflege am 16. Januar 2010

„Es ist bedrückend zu beobachten, was wir für die Sterbenden tun, ohne dass sie es brauchen, und wie wenig wir das tun, was sie brauchen.”

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Zitat: Karl Baier: Was ist Spiritualität?

Verfasst von palliativpflege am 30. Dezember 2009

„Spiritualität ist kein Placebo, sondern hält Räume offen. Spirituelle Bedürfnisse hängen zusammen mit körperlichen, psychischen und sozialen Befürfnissen. Sie wirken sich auf Wünsche und Entscheidungen aus.“

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Zitat: Thomas Schmidt: Wie können Organisationen spirituell sein?

Verfasst von palliativpflege am 29. Dezember 2009

“Der spirituelle Weg beginnt nicht mit dem ersten Schritt, sondern mit dem Stillstehen oder auch dem „Stillsitzen“, einer radikalen Unterbrechung des alltäglichen Unterwegsseins.”

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Zitat: Ernst von Feuchtersleben, Lyriker

Verfasst von palliativpflege am 29. Dezember 2009

“Das ganze Geheimnis das Leben zu verlängern besteht darin, es nicht zu verkürzen.”

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Zitat: Martin Buber, Philosoph

Verfasst von palliativpflege am 29. Dezember 2009

“Alles wirkliche Leben ist Begegnung.”

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Zitat: Jean Anouilh, Dramatiker

Verfasst von palliativpflege am 29. Dezember 2009

“Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht”

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Zitat von Cicely Saunders (1918 – 2005 )

Verfasst von palliativpflege am 29. Dezember 2009

„Du zählst, weil Du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben. “

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