„Allensbacher Umfrage zur Sterbehilfe zeichnet verzerrtes Bild der Realität“
Liebe Leserin, lieber Leser,
mal wieder gibt es eine aktuelle Umfrage zur Sterbehilfe, diesmal vom Allensbach-Institut für Demoskopie. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung (58 Prozent), so meldet das Allensbach-Institut für Demoskopie nach einer aktuellen Umfrage, befürworte die aktive Sterbehilfe. Dieses Befragungsergebnis basiert jedoch auf suggestiven Fragen und zeichnet deswegen ein verzerrtes Bild der Realität. Darauf weisen die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) hin. Schmerztherapie und Palliativmedizin werden in den Fragen ausgeblendet. Linderung ist möglich – das wurde ausgeblendet
„Zurzeit wird ja viel über aktive Sterbehilfe diskutiert. Das bedeutet, dass man das Leben schwerkranker Menschen, die keine Chance mehr zum Überleben haben und große Schmerzen erdulden müssen, auf deren eigenen Wunsch hin beendet. Sind Sie für oder gegen die aktive Sterbehilfe?“, lautete die Kernfrage der Befragung. Diese Formulierung blende die Existenz von Schmerztherapie und Palliativmedizin komplett aus und schürt damit ungerechtfertigte Ängste, kritisieren die beiden wissenschaftlichen Gesellschaften. “
Das Ergebnis sagt meiner Meinung nach auch mehr darüber aus, dass wir die Ängste und Informationsdefizite in der Bevölkerung ernst nehmen sollten. Eine flächendeckende Versorgung mit Schmerztherapeuten und mit Palliativeinrichtungen zur Linderung schweren Leids würde den menschlichen Bedürfnissen in jedem Fall mehr entsprechen als fragwürdige Tötungsangebote, so die Fachgesellschaften.
(Informationen finden Sie unter http://www.ifd-allensbach.de/pdf/prd_0814.pdf – Allensbacher Umfrage und zur Stellungnahme der DGP und der DGSS unter www.dgpalliativmedizin.de),