Verfasst von palliativpflege am 11. November 2009
Die Betreuung und Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen ist eine anerkennenswerte und zugleich herausfordernde und stark belastende Aufgabe. Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt pflegende Angehörige mit dem zum Leuchtturmprojekt Demenz gehörende Studienprojekt „Telefonische Unterstützung für pflegende Angehörige von Demenzkranken.
Im Projekt bieten Psychologen der Universität Jena telefonisch Beratung zu Problemen, die sich in der Pflege des Demenzerkrankten und im Zusammenhang mit dem Thema Demenz ergeben. Folgende Ziele verfolgt die Intervention
• Verbesserung der Problemlösefähigkeiten
u.a. im Hinblick auf problematisches Verhalten des demenzkranken Angehörigen
• Verminderung des Belastungserlebens
durch Förderung positiver Aktivitäten und der Nutzung von sozialen und professionellen Hilfsangeboten.
Zur Erreichung dieser Ziele führt die Psychologin im Verlauf von drei Monaten beratende Telefongespräche in zunehmenden Abständen und erkundigt sich auch nach dem Befinden des pflegenden Angehörigen.
Die Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. empfiehlt die Teilnahme an dem viel versprechenden Projekt.
Wenn Sie Interesse haben, an der Studie teilzunehmen oder jemanden kennen, dem eine solche Unterstützung den Pflegealltag erleichtern könnte, kontaktieren Sie bitte:
Frau Dipl.-Psych. Denise Schinköthe
Tel: (03641) 945955 (Mi 11-12 Uhr)
E-Mail: denise.schinkoethe@uni-jena.de
oder
Frau Dipl.-Psych. Mette Hallensleben
Tel: (030) 83856304 (Mo 9-11Uhr)
E-Mail: m.hallensleben@fu-berlin.de
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Verfasst von palliativpflege am 12. Oktober 2009
Auf diese Frage verspricht die Broschüre „Alzheimer vorbeugen – Was ist möglich“ eine Antwort zu geben. Hier finden sich viele gute Tipps, wie Senioren vorbeugen und mit Freude und Erfolg neue Verhaltensweisen ausprobieren können.
Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) hat sich zwei Ziele gestellt: die Förderung der Alzheimer-Forschung und die Information der Öffentlichkeit über diese Krankheit. Diese wichtigen Ziele werden durch private Spenden möglich gemacht.
Die Broschüre und einige andere Informationsbroschüren über Alzheimer können Sie HIER kostenlos bestellen.
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Verfasst von palliativpflege am 26. September 2009
Die Website www.pflegen-zuhause.net ist neu im Internet gestartet. Neben Fachinformationen, Tipps und Hilfestellungen rund um die häusliche Pflege demenzkranker Angehöriger wird Heike Bohnes im frei zugänglichen Forum aktuelle fachliche und persönliche Fragen der Besucher beantworten (Heike Bohnes ist staatlich anerkannte Altenpflegerin, Diplom-Sozialarbeiterin und geprüfte Sachverständige für Pflege sowie u.a. Chefredakteurin des Fachinformationsdienstes „Demenz: Pflege und Betreuung zuhause“).
Die Besucher des Demenz-Portals profitieren von einem breiten Spektrum aus fachlichen Tipps, Ratschlägen und dem hohen Erfahrungsschatz anderer pflegender Angehöriger. Im Forum können die Nutzer auch mal „Dampf ablassen“, wenn sie von den alltäglichen Anforderungen genervt sind oder der tägliche Trott überhand nimmt. Es hilft pflegenden Angehörigen sehr zu sehen, dass Sie mit Ihren Problemen nicht alleine sind.
Eine weitere nützliche Funktion der neuen Website: Die Angehörigen können online Kontakte zu anderen pflegenden Angehörigen aufbauen und dabei bequem zuhause bleiben – dazu gibt es extra eine Kontaktliste mit persönlichem E-Mail-Postfach. Viele im Freundeskreis der Betroffenen machen sich nach der Diagnose „Demenz“ rar oder melden sich überhaupt nicht mehr. Deshalb brauchen pflegende Angehörige gerade in dieser schweren Zeit verstärkt Zuspruch und Austausch mit anderen Menschen.
Tipp: Hier finden Sie einen praktischen Pflegekostenrechner.
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Verfasst von palliativpflege am 13. Juli 2009
KDA stellt neues Konzept zur Begleitung Demenzerkrankter in ihrer letzten Lebensphase vor
Köln (KDA) – 20. April 2009 – Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat auf seiner Tagung „Begleitung von Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase“ ein neues Konzept zur Versorgung dieser besonders verletzlichen Personengruppe vorgestellt. Mit so genannten qualitätsgeleiteten Pflegeoasen will das KDA einen neuen Weg beschreiten, bei dem Erkenntnisse aus der Pflegeforschung und schon bestehender Pflegeoasen unter der Wahrung höchstmöglicher ethischer Grundsätze vereint sind. „Denn“, so stellte der KDA-Vorsitzende Dr. h. c. Jürgen Gohde auf der Tagung vor rund 250 Teilnehmenden fest, „in Zeiten knappen Geldes brauchen Pflegeunternehmen und Pflegende nicht nur Innovationskraft. Wichtig ist vor allem die ethische Kompetenz, um die Würde von Menschen mit stark eingeschränkter Alltagskompetenz nicht anzutasten und letztere als Grund anzuführen, um Qualitätsstandards abzusenken.“ Diese Gefahr sieht das KDA bei der schon seit Jahren geführten Diskussion um Pflegeoasen aber immer wieder und warnt davor, dass so über die Hintertür wieder Mehrbettzimmer bzw. Mehrpersonenräume Einzug in die stationären Altenpflege halten können.
In Anerkennung positiver Erfahrungen aus bestehenden Pflegeoasen hat das KDA das abgewandelte Konzept der qualitätsgeleiteten Pflegeoase entwickelt, das KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli dem Fachpublikum der Tagung vorstellte. „Wir brauchen Konzepte, die sowohl die Überschaubarkeit als auch den eigenen Raum für die pflegebedürftigen Menschen mit Demenz ermöglichen. Eine qualitätsgeleitete Pflegeoase nach dem Sinn des KDA vereint dies unter einem Dach, ohne dass dabei ein Mehrpersonenraum entsteht“, so Michell-Auli. Wie dies aussehen kann erklärte er anhand verschiedener Grundrisse, die das KDA entwickelt hat. „Das KDA empfiehlt stationären Einrichtungen für An- oder Umbauten eine genehmigungspflichtige Sonderbauform für jeweils maximal acht schwerst Demenzerkrankte auf einer Etage“, führte der KDA-Geschäftsführer aus. „Jeder Bewohner erhält dabei ein eigenes Zimmer mit weit zu öffnenden Türen, die allesamt vom zentral gelegenen Küchen- und Aufenthaltsraum einsehbar sind. Auf diese Weise sind auch Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase nicht vom sozialen Leben ausgeschlossen, sondern können zumindest passiv daran teilhaben. “
Darüber hinaus wird angestrebt, dass die Bewohner in den qualitätsgeleiteten Pflegeoasen tagsüber möglichst oft einen Positionswechsel erfahren. Außerdem ist zu beachten, dass die Wahrnehmung mit allen Sinnen nur dann erhalten werden kann, wenn der Kopf nicht liegt, sondern aufrecht gehalten wird. „Damit wird auch neuen Erkenntnissen der Pflegeforschung Rechnung getragen“, erklärte Dr. Angelika Abt-Zegelin von der Privaten Universität Witten/Herdecke. „Waagerechtes Liegen ist auf Dauer schädlich, weil unter anderem dadurch das Gesichtsfeld eingeschränkt ist. Dies hat wiederum zur Folge, dass alle Sinnes- und auch die eigene Körperwahrnehmung eingeschränkt sind und somit letztendlich auch die Anbahnung einer Kommunikation mit diesen Menschen erschwert wird“, erklärte die Pflegewissenschaftlerin. „Leider sieht es in der Realität oft so aus, dass man aus Zeitgründen oder weil man Schwerstkranke eher ‚schonen’ will, auf Bewegung bei ihnen verzichtet“, so Abt-Zegelin weiter. Dabei ist der Wechsel zwischen Liegen und aufrechter Position auch für diese Menschen enorm wichtig. Alles andere führt zu starken Einbußen in der Lebensqualität.“
Bei Rückfragen zu dieser Pressemeldung wenden Sie sich bitte an:
Öffentlichkeitsarbeit, Harald Raabe, Telefon: 0221/93 18 47-39, E-Mail: publicrelations@kda.de
Quelle: Pressemitteilung des KDA vom 24. April 2009
Weiterführende Quelle: http://www.kda.de/tl_files/kda/ProAlter/2009-07-13-ProAlter-Leseprobe-Pflegeoasen.pdf
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