Sicherlich kennen Sie auch das Unbehagen vieler Kollegen in der Pflege gegenüber Standards bei der Sterbebegleitung, schließlich pflegen sie individuell und dass Sterben lässt sich nicht standardisieren. Die Sterbebegleitung bleibt dabei dem Zufall überlassen. Der unorganisierte Rahmen bleibt unreflektiert.
Ihr Ansatz sollte sein die Bedingungen des Sterbens zu gestalten. Die Kunst dabei ist Individualität und Kommunikation zum Bestandteil von Standards zu machen. Deshalb sollten Sie bei der Entwicklung von palliativen Standards auf folgende Regeln achten:
1. Regel: Standards müssen Handlungsräume schaffen für einen verlässlichen Rahmen von Kommunikation und palliativpflegerische Qualität. Standards geben Sicherheit, Unterstützung und öffnen den Rahmen für neue Möglichkeiten.
2. Regel: Standards sollten nicht auf körperliche Defizite reduziert werden. Sie sollen ganzheitlich aufgebaut werden. Aus Sicht der Betroffenen,
3. Regel: Standards müssen mit den Mitarbeitern prozesshaft entwickelt werden. Wichtig ist, dass die Standards unter breiter Beteiligung derer entwickelt werden, die sie tragen sollen.
4. Regel: Standards müssen diskutiert, begründet und verstanden werden.
5. Regel: Standards sollen ethisch überprüfbare Zielformulierungen und Anregungen für die Bewertung aus Sicht der Betroffenen und Beteiligte, so weit dies möglich ist.
Überprüfen Sie, ob Ihre bereits entwickelten Standards die Ansprüche an die Qualität, an die Gestaltung und inhaltliche Ansprüche erfüllt.