Palliativpflege aktuell

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Archiv für die Kategorie ‘Stationäre Altenhilfe’

3. Platz für Hospizprojekt in Ratingen beim „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“

Verfasst von palliativpflege am 18. Oktober 2009

Das St. Marien Seniorenheim in Ratingen hat mit seinem Projekt zur Schmerzbehandlung und Hospizbetreuung den mit 2.000 Euro dotierten dritten Platz beim „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“ errungen.

„Damit zeichnen wir ein Projekt aus, das im Seniorenheim in vorbildlicher Weise eine ganzheitliche Betreuung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen ermöglicht.“ Das sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 09. Oktober in Düsseldorf anlässlich der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger.

Das Projekt der Hospizbewegung Ratingen e.V. (www.hospizbewegung-ratingen.de) und der St. Marien Krankenhaus GmbH (www.smkr.de) ermöglicht eine abgestimmte Zusammenarbeit aller Leistungserbringer in der Sterbebegleitung und Palliativversorgung (Schmerzbehandlung). Vielschichtige Angebote stellen eine ganzheitliche, qualitätsorientierte Palliativ-Care-Versorgung sicher. Dazu zählen beispielsweise regelmäßige Fallbesprechungen, die psychosoziale Betreuung sowie Angebote zur Trauerbewältigung für Angehörige.

Das Ratinger Projekt bietet den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern die Chance, die letzte Lebensphase optimal betreut und versorgt in der gewohnten Umgebung zu verbringen. Das Projekt hat damit Vorbildcharakter für andere Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege.

Der „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“ wird jährlich im Rahmen der von der Landesgesundheitskonferenz beschlossenen Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ vergeben. Schwerpunkt war in diesem Jahr: „Kooperation im Gesundheitswesen – Sektorenübergreifende Projekte“. Ausschlaggebend waren unter anderem der Innovationsgrad eines Projektes und die gesundheitswissenschaftliche Bewertung der Anträge.

Die Vorauswahl der Preisträger traf eine Arbeitsgruppe der Landesgesundheitskonferenz, in der alle wesentlichen gesundheitspolitischen Institutionen des Landes vertreten sind, die endgültige Entscheidung lag bei Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Insgesamt haben sich 93 Institutionen mit ihren Projekten beworben.

Zusätzliche Informationen zu den weiteren Presiträgern und dem Gesundheitspreis finden Sie im Internet:
www.gesundheitspreis.nrw.de

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (www.mags.nrw.de)

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WEGWEISER FÜR LEBENSQUALITÄT IN HEIMEN

Verfasst von palliativpflege am 13. Juli 2009

„Seniorinnen und Senioren sollen als kompetente, qualitätsorientierte Verbraucherinnen und Verbraucher handeln können und auch so wahrgenommen werden. Dazu brauchen sie unabhängige Informationen, erst recht, wenn es um eine so zentrale Frage wie den Umzug in ein Altersheim geht“, sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner am 17. Februar auf der Veranstaltung „Wegweiser für Lebensqualität in Heimen – www.heimverzeichnis.de“ des Bundesverbraucherschutzministeriums.

Ministerin Aigner gab auf dieser Veranstaltung den Startschuss für die bundesweite Umsetzung des Projektes www.heimverzeichnis.de, dessen Ziel es ist, eine Datenbank mit Altersheimen aufzubauen, in der die Heime vergleichbar dargestellt sind und die, als Kernstück, erstmals Informationen im Hinblick auf Lebensqualität enthält.

„Dieses Heim passt für mich – das sollen Seniorinnen und Senioren zukünftig sagen können, bevor sie in ein Heim ziehen“, so Bundesministerin Aigner. „Wir alle wissen, dass im Leben die so genannten weichen Faktoren entscheidend für unser Wohlbefinden sind, also Freundlichkeit, Respekt, Umsicht, Rücksichtnahme, Wahrung von Grenzen und Unterstützung bei Bedarf.“ Das höre im Altersheim nicht auf. “ Im Gegenteil“, so Aigner. „Diese Aspekte sind besonders wichtig, da das Heim nicht nur Pflege bieten, sondern zum Zuhause werden soll. Wenn Seniorinnen und Senioren zukünftig im Heimverzeichnis ein Heim mit dem Hinweis: „verbraucherfreundlich“ finden, können sie davon ausgehen, dass dort Lebensqualität geboten wird“, erklärte die Ministerin.

Das Bundesverbraucherministerium fördert mit dem Heimverzeichnis ein Projekt der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung e. V. (BIVA). Im Rahmen des Projektes werden Heime, die sich daran beteiligen, von ehrenamtlichen, geschulten Gutachterinnen und Gutachtern anhand von 121 Fragen auf gebotene Lebensqualität hin begutachtet.

Alle Heime sind eingeladen, sich an der Begutachtung zu beteiligen und um den Hinweis „verbraucherfreundlich“ zu bewerben.

Nähere Informationen unter:
www.heimverzeichnis.de
Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der Seite
www.lebensqualitaet-in-heimen.de

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (www.bmelv.de)

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QUALITÄTSGELEITETE PFLEGEOASEN VERZICHTEN AUF MEHRBETTZIMMER

Verfasst von palliativpflege am 13. Juli 2009

KDA stellt neues Konzept zur Begleitung Demenzerkrankter in ihrer letzten Lebensphase vor

Köln (KDA) – 20. April 2009 – Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat auf seiner Tagung „Begleitung von Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase“ ein neues Konzept zur Versorgung dieser besonders verletzlichen Personengruppe vorgestellt. Mit so genannten qualitätsgeleiteten Pflegeoasen will das KDA einen neuen Weg beschreiten, bei dem Erkenntnisse aus der Pflegeforschung und schon bestehender Pflegeoasen unter der Wahrung höchstmöglicher ethischer Grundsätze vereint sind. „Denn“, so stellte der KDA-Vorsitzende Dr. h. c. Jürgen Gohde auf der Tagung vor rund 250 Teilnehmenden fest, „in Zeiten knappen Geldes brauchen Pflegeunternehmen und Pflegende nicht nur Innovationskraft. Wichtig ist vor allem die ethische Kompetenz, um die Würde von Menschen mit stark eingeschränkter Alltagskompetenz nicht anzutasten und letztere als Grund anzuführen, um Qualitätsstandards abzusenken.“ Diese Gefahr sieht das KDA bei der schon seit Jahren geführten Diskussion um Pflegeoasen aber immer wieder und warnt davor, dass so über die Hintertür wieder Mehrbettzimmer bzw. Mehrpersonenräume Einzug in die stationären Altenpflege halten können.

In Anerkennung positiver Erfahrungen aus bestehenden Pflegeoasen hat das KDA das abgewandelte Konzept der qualitätsgeleiteten Pflegeoase entwickelt, das KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli dem Fachpublikum der Tagung vorstellte. „Wir brauchen Konzepte, die sowohl die Überschaubarkeit als auch den eigenen Raum für die pflegebedürftigen Menschen mit Demenz ermöglichen. Eine qualitätsgeleitete Pflegeoase nach dem Sinn des KDA vereint dies unter einem Dach, ohne dass dabei ein Mehrpersonenraum entsteht“, so Michell-Auli. Wie dies aussehen kann erklärte er anhand verschiedener Grundrisse, die das KDA entwickelt hat. „Das KDA empfiehlt stationären Einrichtungen für An- oder Umbauten eine genehmigungspflichtige Sonderbauform für jeweils maximal acht schwerst Demenzerkrankte auf einer Etage“, führte der KDA-Geschäftsführer aus. „Jeder Bewohner erhält dabei ein eigenes Zimmer mit weit zu öffnenden Türen, die allesamt vom zentral gelegenen Küchen- und Aufenthaltsraum einsehbar sind. Auf diese Weise sind auch Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase nicht vom sozialen Leben ausgeschlossen, sondern können zumindest passiv daran teilhaben. “

Darüber hinaus wird angestrebt, dass die Bewohner in den qualitätsgeleiteten Pflegeoasen tagsüber möglichst oft einen Positionswechsel erfahren. Außerdem ist zu beachten, dass die Wahrnehmung mit allen Sinnen nur dann erhalten werden kann, wenn der Kopf nicht liegt, sondern aufrecht gehalten wird. „Damit wird auch neuen Erkenntnissen der Pflegeforschung Rechnung getragen“, erklärte Dr. Angelika Abt-Zegelin von der Privaten Universität Witten/Herdecke. „Waagerechtes Liegen ist auf Dauer schädlich, weil unter anderem dadurch das Gesichtsfeld eingeschränkt ist. Dies hat wiederum zur Folge, dass alle Sinnes- und auch die eigene Körperwahrnehmung eingeschränkt sind und somit letztendlich auch die Anbahnung einer Kommunikation mit diesen Menschen erschwert wird“, erklärte die Pflegewissenschaftlerin. „Leider sieht es in der Realität oft so aus, dass man aus Zeitgründen oder weil man Schwerstkranke eher ‚schonen’ will, auf Bewegung bei ihnen verzichtet“, so Abt-Zegelin weiter. Dabei ist der Wechsel zwischen Liegen und aufrechter Position auch für diese Menschen enorm wichtig. Alles andere führt zu starken Einbußen in der Lebensqualität.“

Bei Rückfragen zu dieser Pressemeldung wenden Sie sich bitte an:
Öffentlichkeitsarbeit, Harald Raabe, Telefon: 0221/93 18 47-39, E-Mail: publicrelations@kda.de
Quelle: Pressemitteilung des KDA vom 24. April 2009

Weiterführende Quelle: http://www.kda.de/tl_files/kda/ProAlter/2009-07-13-ProAlter-Leseprobe-Pflegeoasen.pdf

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Heimpflege in Pflegeklasse III kostet monatlich über 2.766 Euro

Verfasst von palliativpflege am 10. März 2009

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes
(10.03.2009)
WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren Ende 2007 in Deutschland in der höchsten Pflegeklasse (III) für vollstationäre Pflege und Unterbringung im Mittel monatlich 2.766 Euro an das Pflegeheim zu entrichten. In der Pflegeklasse II betrug der durchschnittliche monatliche Vergütungssatz 2.341 Euro und in der niedrigsten Pflegeklasse I 1.915 Euro.

Im deutschlandweiten Vergleich ist die Vergütung der Heime in allen neuen Bundesländern niedriger als im Bundesdurchschnitt: Die geringste Vergütung für Pflege, Unterkunft und Verpflegung in der Pflegeklasse III errechnet sich für Sachsen-Anhalt mit monatlich 2.250 Euro und Sachsen mit 2.280 Euro.

Die höchsten Heimkosten in der Pflegeklasse III waren 2007 bundesweit in Nordrhein-Westfalen (3.131 Euro) und Hamburg (3.040 Euro) zu entrichten. Die monatliche Vergütung für Pflegeheime wird seit 1999 alle zwei Jahre ermittelt. Die aktuellen Daten wurden zum Stichtag 15. Dezember 2007 erhoben und berechnen sich einheitlich aus 30,4 Tagessätzen.

Zusätzlich zu den Ausgaben für Pflege, Unterkunft und Verpflegung können weitere Ausgaben für die Bewohner und Bewohnerinnen, insbesondere für gesondert berechenbare Investitionsaufwendungen, entstehen. Diese werden in der Pflegestatistik allerdings nicht erfasst. Nach ergänzenden Auswertungen anhand der Pflegedatenbank PAULA® des Betriebskrankenkassen Bundesverbandes betragen diese zusätzlich in Rechnung gestellten Investitionskosten im Schnitt circa 367 Euro im Monat.

Die Pflegeversicherung zahlt für vollstationäre Dauerpflege bundesweit zurzeit monatlich in der Pflegestufe III – seit dem 01. Juli 2008 – 1 470 Euro (ohne Härtefallregelungen), in der Pflegestufe II 1.279 Euro und in der Pflegestufe I 1.023 Euro. Zur Finanzierung der darüber hinausgehenden Pflegeheimkosten müssen die Pflegebedürftigen eigene finanzielle Mittel aufwenden oder auf Sozialleistungen, wie die Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe, zurückgreifen.

Weitere Ergebnisse der Pflegestatistik 2007 enthält der neue „4. Bericht: Ländervergleich – Pflegeheime“. Dieser sowie weitere Berichte zur Pflegestatistik sind kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter dem Suchbegriff „Pflegestatistik“ abrufbar.

Eine ausführliche Untersuchung über Einflussfaktoren auf die Höhe der Heimvergütung wurde zudem vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung herausgegeben. Neben anderen Datenquellen wurden hier auch Daten der Pflegestatistik – aus früheren Erhebungen – genutzt. Die Studie „Heimentgelte bei der stationären Pflege in Nordrhein-Westfalen – ein Bundesländervergleich“ aus dem Jahr 2007 ist im Internetangebot des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung zu finden.

Quelle: DESTATIS – Das Statistische Bundesamt (www.destatis.de)

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